Das Dorf

„Wer den Himmel auf Erden sucht,
hat im Erdkundeunterricht geschlafen.“
Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966)

Die Städte und Dörfer in unserer Region entstanden ja relativ spät. Erst im Rahmen der deutschen Landnahme gelang es durch geringe Abgaben und Befreiung von der Leibeigenschaft vorwiegend fränkische Bauern in unsere schaurige Gegend zu locken und Waldhufendörfer zu gründen. Die wenigen Streusiedlungen in unserer Region kamen erst später hinzu. Vor allem mit dem Aufkommen des Bergbaus wurden nicht nur Bergstädte gebildet, sondern auch Aussehen und Struktur der vorhandenen Dörfer änderten sich stark. Das typische Bauerndorf, dem noch anzusehen ist, dass der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebte, findet man eigentlich nur in den niederen Lagen. Bei vielen anderen Orten lässt sich zwar die bei der Besiedlung entstandene Grundstruktur noch erkennen, sie ist aber durch die spätere Bautätigkeit stark überprägt.

01-Sosa um 1915

Tipp:

Als Anschauungsobjekte für Waldhufendörfer, an denen der bäuerliche Charakter noch recht gut erkennbar ist, seien hier Weißbach, Langenbach und Wildbach genannt.

In Zschorlau lässt sich im Mitteldorf die ehemalige Siedlungsstruktur noch recht gut erkennen, aber die spätere Bebauung dominiert. 

02-Zschorlau Mitteldorf

Lichtenau ist ein schönes Beispiel für eine Streusiedlung, in der die Landwirtschaft bis heute eine wichtige Rolle spielt.

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