Holznutzung

„Holzhacken ist deshalb so beliebt,
weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.“
Albert Einstein (1879-1955)

Es hat sich erstaunlich viel gewandelt in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Die Motorsägen und Holzspalter sind ständig im Einsatz. Die Holzberge hinter vielen Häusern nehmen stattliche Ausmaße an. Beträchtliche Preisanstiege bei Gas und Öl haben schnell dazu geführt, dass Holz als Brennmaterial wieder eine gewichtige Rolle spielt. Das erinnert ein wenig an alte Zeiten, allerdings war man damals auf diesen nachwachsenden Rohstoff wirklich auf Gedeih und Verderbe angewiesen. Wenn die Familie bei herannahendem Winter auf den Holzvorrat blickte und der war aus irgendwelchen Gründen schmal geblieben, dann hatte man ein echtes Problem. Heute ist das zum Glück nur eine Frage der Geldersparnis.

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Auch war die Technik von früher mit der von heute nicht vergleichbar und machte die Holzgewinnung zur Schwerstarbeit. Dabei wurde bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ausschließlich die Axt zur Fällung der Bäume verwendet, erst mit dem Aufkommen leicht gängiger Bauch- und Wiegesägen wurde das anders. Erst ab 1939 setzten sich Motorsägen in der Waldarbeit durch. Nach der Fällung wurden die Bäume entastet und geschält und aus dem Wald transportiert.

03-Bermsgrün um 1920


Dabei wurden nicht nur die „edlen Teile“ Stamm und starke Äste genutzt, sondern alles fand seine Verwendung, bis zum kleinsten Ästchen und den Zapfen.

Nicht umsonst liest man häufig in älteren Beschreibungen, der Wald sei wie ausgekehrt gewesen und stößt auf Bilder von Damengruppen verschiedenen Alters mit schwerem Gepäck, als Reisigfrauen untertitelt. Nein, hier stand kein vergnüglicher Ausflug in ferne Gefilde an, sondern der mühsame Heimweg in das heimatliche Dorf. Zu den schweißtreibendsten Arbeiten zählte zweifelsohne das Roden der Wurzelstöcke. Wer einmal das Glück hatte, sich daran zu probieren, der joggte danach unter Garantie nicht mehr um die Häuser.

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